Dreiecke

Aus der sechsten Sitzung der Vorlesung „Kulturen der Sinne“ vom 26.03.2015 – Teil 2

vom 11. April 2015

Der Vortrag von Benjamin Eugster M.A. (Zürich) handelte von der zeitlichen Sinneserweiterung in der digitalen Mediennutzung. Dies wurde direkt veranschaulicht anhand des VLC Media Player, der als Alternative zu Powerpoint für die Präsentation benutzt wurde. Bei all den vorhandenen Tools einer Software nimmt die Zeitlichkeit einen besonderen Platz ein. Nicht nur die Kontrolle darüber, sondern auch die Ohnmacht, was im Vortrag anhand des all bekannten Youtube-Ladesymbols humorvoll gezeigt wurde.

Die zeitliche Sinneserweiterung wurde an verschiedene Stellen gefunden und erläutert. Die Isolation eines Clips und dessen Verwendung in bestimmten Momenten, die Wiederholung in Form einer endlosen Schlaufe, Loop genannt, oder auch als Wiederholung einer bestimmten Aufnahme im Time Lapse. Diese Ansätze werden in der Rekombination – Mashups, Remixes oder Video-Montagen – so zusammengeführt, dass mittels Editiermethoden neue Bedeutungen erzeugt werden.

Aus den beiden Vorträgen (Sibylle Künzler und Benjamin Eugster) kristallisierten sich mehrere Dinge heraus. Vor allem die Untrennbarkeit von Zeitlichkeit und Räumlichkeit, auch wenn jeweils verschiedene Ansätze verwendet wurden. Zudem ist jeglicher sensorische Zugang nicht isoliert, sondern immer eingebettet in ein multisensorisches Erlebnis zu betrachten.

Jonas Gort